| Tag: 24.04.1999 |
Zeit: 19.00 - 20.00 Uhr |
| Thema: Politik und Wissenschaftskultur |
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"Ich lehne Tierversuche aus folgenden Gründen ab:
1. Stärker zu sein begründet nicht das Recht über Leben und Gesundheit von
Lebewesen zu verfügen, die mir unterlegen sind (Dies gilt in gleicher Weise für
Frauen, Kinder, Behinderte, Tiere). Tierversuche, die mit Schmerzen, Angst
und Leid verbunden sind, halte ich deshalb nicht für erlaubt.)
2. Aus wissenschaftstheoretischen und methodischen Gründen halte ich die Aussagen
und Ergebnisse von Tierversuchen für den Menschen für unbrauchbar und deshalb
für wissenschaftlich nicht vertretbar.
3. Tierversuche haben eine korrumpierende Wirkung auf die Experimentatoren. Da
die Experimentatoren häufig Ärzte und Wissenschaftler in wichtigen Positionen
sind, halte ich die Durchführung von Tierversuchen für eine gewaltfördernde
Gefahr für den Umgang von Menschen mit Menschen und anderen Lebewesen.
4. Der Irrglaube an die Sinnhaftigkeit von Tierversuchen behindert die
wissenschftliche Entwicklung von alternativen Forschungsmethoden.
5. Die Möglichkeit, sich mit Tierversuchen eine scheinbare wissenschaftliche
Kompetenz zu erarbeiten (Tierversuche für Doktorarbeiten, Habilitationen,
Publikationen in bedeutenden wissenschaftlichen Zeitschriften etc.) führt zu
einer Kultur der Selbstdarstellung auf Kosten anderer Lebewesen (Hier: der
Tiere)."
geb. 13.08.1926
Beruf: Studiendirektor a.D./Gynasiallehrer, Fachleiter an einem Studienseminar
Fächer: Geschichte, Deutsch, Sozialwissenschaften, kath. Religion
Lehrauftrag an der Universität Osnabrück für angewandte Sozialpsychologie
Studium an den Universitäten Köln, Cambridge, England und
Berkeley, Kalifornien-USA.
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Mitglied folgender Vereine:
| ~ | Bund gegen den Mißbrauch der Tiere e.V. |
| ~ | Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. |
| ~ | Pro Animale e.V. |
| ~ | Tierschutzkoalition Mitwelt 2OOO e.V |
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