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animal farm investigation

Nicht das Gelbe vom Ei - Etikettenschwindel bei Eiern


Tausende von Legehennen vegetieren in Käfigen vor sich hin. 4-5 Hennen werden in einen 40 mal 45 cm kleinen Käfig gepfercht. Der Lebensraum einer Legehenne entspricht nicht einmal der Fläche einer Schreibmaschinenseite.

Die Tiere müssen auf dünnem und schrägem Drahtrost stehen, damit der Kot durch Maschen fallen und das Ei zum Förderband hin abrollen kann. Die Folge des ständigen Aufenthalts auf schrägem Drahtgitterboden sind geschwollene Fußballen. Durch Enge und Streß verlieren die Tiere ihre Federn, es entstehen gerötete, wunde Hautstellen und Beinverletzungen. Völlig abgemergelte Hühner weisen Kahlstellen an Hals, Brust und Hinterteil auf.

Die Federn sind zum größten Teil abgebrochen. Verhaltensstörungen wirken sich z.B. durch Federpicken und Kannibalismus aus. Durch das schmerzvolle Kürzen der Schnäbel versucht man, diesen "ökonomisch schädlichen" Verhaltensweisen entgegenzuwirken.

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Neben der tierquäulerischen Haltung und Behandlung ist auch die Zucht von Legehennen mit Qual und Tod verbunden. Zur Eiproduktion und Hühnermast werden schon lange unterschiedliche Hybridrassen eingesetzt. Für die Hühnermast werden besonders schnell wachsende Masthybriden gezüchtet. In der Eiproduktion werden Legehybriden eingesetzt, die besonders schnell viele, große Eier "produzieren". Dies hat natürlich Folgen: Die starke Legeleistung der Hennen führt zu einer Überbelastung des Organismus. Es kommt u. a. zu Krankenheiten wie z. B. Eileiterentzündung oder Osteomslszie. Darüber hinaus sind die männlichen Legeküken, die ja keiner Eier legen, überflüssig, da für die Mast andere Hybride eingesetzt werden. Daher werden diese männlichen Küken der Legehybriderasse aussortiert und auf verschiedenste Art und Weise getötet. (Folgen für die Masthühner)

Nicht nur die Verpackung, auch das Ei selber kann täuschen. Da die Hennen lediglich mit Trockenfutter zur schnellen Eiproduktion ohne vitaminreiche Frischbestandteile gefüttert werden, wäre der Eidotter gelb-weiß, würde man keine Farbstoffe künstlich hinzufügen. Also nur durch eine Manipulation am Futter legen die Käfighennen, die während ihrer gesamten Legeperiode kein Tageslicht und keine grüne Wiese zu Gesicht bekommen, Eier mit einer gesunden gelb-orangenen Eifarbe.

Einige der eingesetzten Chemikalien stehen unter dem Verdacht leberschädigend und krebserregend zu sein.

Auszug aus den in X bei einer Doku-Aktion gefundenen Futter - Zusatzstoffen:

Stoffname Funktion Bedenklichkeit EWG-Nummer
Canthaxanthin Farbstoff reichert sich im Fettgewebe an, führte in Tablettenform zu Ablagerung in der Netzhaut und wurde daher verboten E 161 g
Beta-Apo-8´- Carotinsäure - Ethylester Farbstoff
Wenig Untersuchungen veröffentlicht, Abschließende Bewertung zur Zeit nicht möglich
E 160 f
Butylhydroxyanisol (BHA) Antioxidans wirkt auf den Enzymhaushalt, verursacht Leberschäden, Benommenheit, Krebs, Allergien E 320
Butylhydroxytoluol (BHT) Antioxidans siehe BHA (BHT ist aufgrund der geringeren Molmasse als BHA sogar etwas gefährlicher als BHA) E 321
Ethoxyquin, Santoquin Antioxidans es entstehen bedenkliche N - Radikale als Lebensmittelzusatzstoff nicht zugelassen

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