home
Artikel
Interaktiv - Feedback
Gästebuch
Rezepte
links
animal farm investigation

Angriff ist die beste Verteidigung - Die Hetzkampagne des DPI


Joseph Borkamp ist Besitzer der Appelburger Futter Service GmbH (AFS). Im Besitz der AFS waren drei Nerzfarmen eine bei Plau/Appelburg die anderen beiden bei Güstrow und Wesenberg/Zirtow. Gemeinsam haben diese drei Farmen noch vor dem Fall der Mauer etwa 50% der gesamten ostdeutschen Nerzfelle produziert. Inzwischen steht nur noch die zweit größte der drei Farmen, Deutschlands größte Nerzfarm bei Zirtow (30 000 Nerze) (update-Nachtrag: Inzwischen wurde die Produktion auf der Nerzfarm Güstrow-Klueß (15 000 Nerze) wieder aufgenommen.) . Die Nerze werden zu zweit oder zu dritt in kleinen, unstrukturierten Käfigen gehalten. Unter diesen Farmbedingungen werden die Tiere wahnsinnig und laufen in immer derselben Schrittfolge in ihren Käfigen umher. Auch wenn sich die Nerzfarm in Natur- und Wasserschutzgebiete mit einem hohen Grundwasserspiegel einbettet, hält es Joseph Borkamp nicht für nötig den unter die Käfige fallenden Kot

Wasserschutzgebiet

und Urin durch entsprechende Vorrichtungen vom Boden zu trennen. Nicht einmal über einen ordnungsgemäßen Dungplatz verfügt die Nerzfarm. Umweltschädliche Kot- und Urinbestandteile können so in Oberflächen- und Grundwasser sickern.

Diese Mißstände führten wohl dazu, daß eine autonome Tierrechtsgruppe namens "Feurige Minks" am 12.04.96 einen Brand in drei Räumen der Farm (laut Ermittlungsakte) legte. Fotos und Videomaterial vom November 1996, die den dringenden Tatverdacht der umweltgefährdenden Abfallbeseitigung, der Gewässerverschmutzung und der Verstöße gegen § 17 Tierschutzgesetz nahelegten, führten Anfang 1997 zu einem Beschwerdebrief der Tierversuchsgegener Berlin und einer Strafanzeige seitens Haferbeck.

Währenddem die Ermittlungen gegen Herrn Borkamp vor sich hindümmpeln, wird die Fahndung nach den möglichen Brandstiftern der Farm vom April 1996 in einer Weise geführt als suche man Staatsterroristen. Das Deutsche Pelzinstitut DPI (die Lügenmaschiene der Pelzbranche) allen voran Susanne Kolb, die ich bei einem offiziellen Besuch auf der Pelzfarm Zirtow im Juli 95 kennengelernt habe, hat zu den überzogenen Fahndungsmaßnahmen wesentlich mit beigetragen. Im Hauptfadenkreuz der Ermittlungsbehörden stehen, dank Frau Kolb, der Bundesverband der TierbefreierInnen mit Markus Schaak und ich.

Im Dezember 1996 meldete sich Frau Kolb bei den Ermittlungsbehörden und bat darum mich als möglichen Täter, Mittäter oder Tipgeber in die Ermittlungen miteinzubeziehen. Als Begründung gab die PR - Frau an, daß ich einerseits über eine gute Ortskenntnis auf der Farm verfügen würde und andererseits als Tierschützer ein Motiv gehabt hätte. Folgerichtig schrieb dann auch der Kriminal - Oberkommissar an den Oberstaatsanwalt in Rostock: "Frau Kolb vertritt die Auffassung, daß ein Herr Alexander Farkas ... bei der Brandstiftung ... als Täter, Mittäter oder Tipgeber in Erscheinung getreten sein könnte. Sie begründet dies dahingehend, daß Herr Farkas bzw. Wolf sich durch ... seine zunächst verschleiert, schließlich aber offen zu Tage getretene feindselige Einstellung und ablehnende Haltung gegenüber Tierzucht im allgemeinen und Pelztierzucht im besonderen verdächtig gemacht hat ...". Verschleiert habe ich meine Einstellung zur Pelztierzucht nie. Dies geht auch aus einem Brief hervor, den die Pelzvertreterin als Notizzettel verwendete. Im Februar 1995, also noch Monate vor dem Farmbesuch, machte sie zu meiner Person u. a. folgende Bemerkungen: "hoch - intelligenter Mensch ist Tierschützer". Im übrigen ist es völlig absurd jemanden aufgrund seiner Einstellung zu Pelztierfarmen zu verdächtigen. 70%der Deutschen Bevölkerung lehnt schließlich - laut Umfrage - Pelze ab.

Besonders verdächtig scheint den Ermittlungsbehörden wohl, daß ich in einem meiner Briefe an das DPI auch den Namen Wolf gebraucht habe und Aliasnamen so wissen die Staatsschützer, verwenden nur Geheimagenten wie James Bond oder aber Terroristen. Das Wolf nichts anderes als die Übersetzung meines ungarischen Familiennamens ins Deutsche ist, weiß Frau Kolb genau.

nach oben

Sie hat es allerdings vergessen zu erwähnen und wird den Ermittlern gegenüber nicht müde anzudeuten, ich hätte einen "Tarnnamen" gebraucht. Eine derartige Behauptung erzeugt wohl nur Stirnrunzeln, wenn die angegebene Adresse eben keine Tarnadresse ist. Und was bringt ein vermeintlicher Tarnname mit richtiger Adresse?

Es ist der Dame vom DPI wohl nicht vorzuwerfen, daß ihr Gedächtnis einige Lücken aufweist. Nur warum muß sie diese unbedingt mit irgendwelchen Märchen der kolbschen Art füllen?

Fraglich ist auch warum Frau Kolb erst im Dezember 1996 ihren Verdacht geäußert hat, schließlich wurde die Farm 7 Monate vorher sabotiert und Frau Kolb hatte schon seit diesem Zeitpunkt regen Kontakt mit den Ermittlungsbehörden, nämlich um den Bundesverband der TierbefreierInnen zu kriminalisieren. Was geschah also im Dezember, was den Verdacht auf mich lenken könnte? Die Antwort fällt leicht: Nichts, doch wurden ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt meine oben erwähnten Fotos veröffentlicht. Die einzige Möglichkeit, die Frau Kolb sah sich aus den durch die Fotos und vor allem durch die Videoaufnahmen berechtigten Anschuldigungen zu retten, bestand darin ihrerseits harte dafür aber unberechtigte Anschuldigungen zu machen. Dies scheint die einzige plausible Erklärung zu sein. Als Diffamierungsopfer des DPI fällt es zumindest schwer an Zufälle zu glauben. Die Presse jedenfalls ging ihren Fantastereien im Gegensatz zu den Ermittlungsbehörden nicht auf den Leim. Herrn Schade gegenüber, einem Journalisten der BZ, äußerte Frau Kolb das erste Mal ihre Anschuldigungen (noch bevor sie die Ermittlungsbehörden informierte), gleich nachdem er ihr mittelte, ich hätte aus einer Pelzfarm Bilder vorgelegt, die tierquälerische Zustände auf dieser belegen. Schon damals im Dezember 1996 schrieb er zu den Äußerungen der Pelzvertreterin:"Ein ungeheurer Vorwurf. Alexander F., der Beschuldigte zur BZ am Sonntag: Das ist Verleumdung. Haltlos. Pervers. Seine Wut ist begründet. Denn kurz nach dem Anschlag hat sich die autonome Tierrechtsgruppe Feurige Minks dazu bekannt".

Nerzkäfige

Auch wenn Frau Kolb bei der Presse verlor, wußte sie ihre Niederlage zu nutzen und schickte den Artikel des Herrn Schade mit folgendem Zusatz an die Staatsanwaltschaft: "anbei ein Artikel aus der Berliner Zeitung ... wo Herr Farkas zitiert wird und eine ziemlich genaue Beschreibung der Geschehnisse auf der Farm wiedergegeben wird. Auch wenn der Journalist Schade auf Nachfrage einen kleinen Teil der Geschehnisse wie Strohballen und Tauchsieder von mir haben kann (mit Strohballen und Tauchsieder wurde eine Art Brandverzögerer gebaut. der Verfasser), das Wort "feurige Minks" habe ich nicht benutzt. ... Woher weiß Farkas also, wer das Feuer gelegt hat!" Ganz einfach der Name tauchte in mehreren Publikationen im Tierschutzbereich auf und der Name einer Tierrechtsgruppe, die die größte Nerzfarm Deutschlands anzündet, ist zumindest in der Tierschutzszene nicht unbekannt. Ihre fehlerhafte Argumentation im Brief vom 3.01.97 muß Frau Kolb selber aufgefallen sein, so daß sie bei einer späteren Vernehmung nicht mehr nur den Namen der Tierrechtsgruppe nicht, sondern auch plötzlich nicht die "Sache mit den Tauchsiedern" Herrn Schade gegenüber genannt haben will. Das diese Aussage im Widerspruch zu ihrem Brief steht, fällt bei der Ansammlung von Halbwahrheiten, Mutmaßungen und Lügen, die Frau Kolb ins Spiel gebracht hat, nicht auf.

Widersprüche und Lügen machen die Arbeit des Deutschen Pelzinstituts aus. Wir sind gespannt wie die kolbschen Märchen weitergehen.

siehe auch:
Friedhof der Kuscheltiere
Traum vom Pelz


Kontakt © 1997-98 by alexander farkas & oliver wirjadi. last updated:
verwendung der fotos nur mit vorheriger genehmigung